Das Video ist fertig

Unser Video zu „Dich gibts nicht“ ist endlich fertig geworden! Die Premiere findet am Sonntag, den 28.06. auf Tape.tv statt, einem der zur Zeit wohl interessantesten Musikvideokanäle im Netz. Ab Mittwoch, dem 01.07. wird das Teil dann auf angelika-express.de und unserer Youtube-Seite zu sehen sein.
Zur Erinnerung: Wir haben 12 Fans und Freunde der Band gebeten, zu unserem Song in Großaufnahme wild zu performen. Dabei sind ganz schön beeindruckende, teilweise ziemlich emotionale Bilder entstanden, die als Ausgangsmaterial für jene visuelle tour de force dienen, welche ihr euch ab Sonntag reinziehen könnt.
Hier vorab schon mal ein paar Eindrücke.

 

Und nochmal der Song…
<a href="http://angelikaexpress.bandcamp.com/track/dich-gibts-nicht">Dich gibts nicht by Angelika Express</a>

„Dich gibts nicht bei“ iTunes runterladen…

Tante Angelikas Songskizze Nr.1: „Wohin nur mit den Milliarden“

Letztes Jahr habe ich von April bis August allwöchentlich ausproduzierte Songs hier auf die Angelika Homepage gestellt. Ab sofort werde ich in unregelmäßigen Abständen frische Songideen als fast-and-dirty Homevideo präsentieren, bevor diese diese ihre endgültige Form bekommen.

Der erste Beitrag hat den Titel „Wohin nur mit den Milliarden“. Nachdem ich letztes Wochenende an einer Podiumsdikussion zum Thema „Brauchen Musiker Geld?“ teilnahm, habe ich nun heute Morgen vor dem Camcorder diese musikalische Fantasie zum Thema Zasterexplosion verewigt.

Der Titel stammt übrigens aus der Schlagzeile der Financial Times (oder war es das Handelsblatt oder ein anderes Kapitalismuspostille?) die mir vor Wochen durch Zufall in’s Auge gesprungen ist.

Diese Songsskizze erhebt keinen Anspruch auf Endgültigkeit, es kann also sein, dass in einer zukünftigen Studiofassung sowohl Musik als auch Text geändert sein werden. Möglicherweise landet der finale Song auf unserem nächsten Tonträger, dessen Veröffentlichung wir übrigens als MC (Musikkassette) geplant haben.

hier haste ne milliarde, pronto
ich brauche platz auf meinem konto

es ist passiert
dokumentiert
photografiert
mein schätzchen
bargeld alaaf
geld scheissen im schlaf
nie wieder lahme mätzchen

steinreich oder scheinreich
wohin nur mit den milliarden
scheissreich oder eiweich
wohin nur mit den milliarden euro
mit den milliarden teuro
und den milliarden pfund

wir sind saniert
wir haben kapiert
endlich kassiert
du fuzzi
kleingeld ade
ich finds ok
da geht sie hin die luzi

tante tante
ich habe geerbt von dir
eine milliarde in bier und hustensaft beiseitegeschafft

steinreich oder scheinreich
scheissreich oder eiweich
sitzfleisch oder ölscheich
köln-porz oder frankreich

Brauchen Musiker Geld?

Dies ist die pikante Fragestellung bei der Abschlussdikussion der „Cologne Commons Konferenz für freie Musikkultur“, welche am Samstag Abend, 13.06. im Kunstwerk Köln-Deutz stattfinden wird. Tante Angelika gehört neben Ekki Maas (Erdmöbel) und Labelbesitzer Sim Sullen (12rec) zu den geladenen Podiumsgästen. Unausweichlicher Weise wird wohl auch das beliebte Thema „Angelika Aktie“ auf’s Trapez kommen.

Insgesamt stehen wir Musikschaffende ja häufig vor dem Problem, zwar als Freibier-Lieferanten höchst willkommen zu sein, wenn es dann aber um Zahlemann und Söhne geht, gern auch mal das Stiefelchen zu schmecken. Insofern birgt der schöne Slogan von der „freien Musikkultur“ durchaus den Nebenaspekt musikalisch-masochistischer Selbstausbeutung.

Die Konferenz wird von Aktivisten aus dem Creative Commons Umfeld organisiert, einer Bewegung welche sich um eine Neugestaltung des Copyrights in Zeiten von Kopieralarm und wuchernder Vernetzung kümmern will. Dem stehen jedoch die verknöcherten Institutionen traditioneller Urheberrechtsverwaltung im Weg, in Deutschland z.B. die extrem muffige GEMA, deren Mitgliedschaft allerdings für professionelle Musikautoren immer noch nahezu unausweichlich ist – weil es sonst eben keine Kohle gibt.

Neulich wurden wir übrigens vom Chaos Computer Klub zu einer ähnlichen Diskussion eingeladen, bei der es schwerpunktmäßig um die sogenannte Kulturflatrate als alternatives Vergütungsmodell ging. Erstmal eine schicke Idee, welche sich jedoch im Verlauf jener Diskussion als immer kniffliger, undurchführbarer und in letzter Konsequenz nachgerade gefährlich entpuppte.

Insgesamt haben wir es hier also mit einem schwer kalkulierbaren Themenkomplex zu tun, der im Moment bei vielen Betroffenen den Blutdruck nach oben treibt, denn die ökonomische Situation ist nun mal ein erklecklicher Taktgeber für Musik und Musiker.