Neulich in der TAZ…


…wurde in der Rubrik Sonntagsstreit ein Text von mir zum Thema „Braucht Kultur Industrie?“ veröffentlicht. Da der Name Angelika Express seit jeher für aufrechtes Querulantentum steht, habe ich selbstverständlich mit „Nein“ votiert. Leider gibt es den Text nicht in kompletter Form online, darum erlaube ich mir, ihn hiermit der Allgemeinheit zugänglich zu machen (Siehe unten).

Ach ja: Die „Financial Times Deuschland“ bezieht sich in einem „Selbst ist die Band“ titelnden Artikel recht ausführlich auf Angelika Express. Der sauber recherchierende Journalist hatte mich übrigens telefonisch stundenlang nach Informationen zu dem Thema ausgequetscht, ich war hinterher ganz heiser. Respekt, ich liebe gründliche Arbeit!

Hier also der TAZ-Text:

Der Moloch Musikindustrie hat sich durch Trägheit selbst in die Knie gezwungen, was den alten Punk in mir in Entzücken versetzt. Die Aufmerksamkeitsmaschinen der Unterhaltungsindustrie laufen immer öfter ins Leere, wunderbar. Teile des Publikums emanzipieren sich von den Filtersystemen des Mainstream und tasten ständig immer vielfältigere Nischen auf geilen Input ab. Die Musikkonserve als Massenprodukt ist entwertet, Karten werden neu gemischt, unabhängig arbeitende Künstler haben plötzlich fette Asse im Ärmel. Wer subkulturell agieren will, kann sein Publikum nun unmittelbarer erreichen, ohne den inhaltlichen und ökonomischen Schwund, den die Bürokratie alter Label-Hierarchien gerne verursacht. Macht bloß viel Arbeit: Weil es kinderleicht geworden ist, aus den Schlafzimmern heraus Selbstproduziertes in alle Welt zu funken, wird das Erregen von Aufmerksamkeit immer kritischer. Wer Musik als Profession begreift, muss sich also erstmal aus einer unfassbar anschwellenden Sintflut von Mittelmäßigkeit hervorheben, um seine Relevanz unter Beweis stellen zu können. Jenen, die den Spagat zwischen erstklassiger Kreation und virtuoser Selbstvermarktung am besten hinkriegen, stehen die Tore offen. Bewohner des Elfenbeinturms sehen jedoch harten Zeiten entgegen, da bald niemand mehr da ist um ihnen zu helfen. Allerdings waren die Zeiten schon immer verdammt hart, was das angeht.

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(Foto: caratello via Flickr)

Bislang gab es manche Wege in Sachen Angelika auf dem laufenden zu bleiben: Den Besuch unserer Webseite, Blog-updates per Email und RSS, Facebook, Twitter, YouTube…

Nun gibt es bei uns endlich auch die wunderbar altmodische Institution des Newsletter-Verteilers. In unregelmäßigen Abständen werden wir über diesen Weg über unsere Aktivitäten informieren und Euch mit Schmankerln wie exklusiven Downloads verwöhnen, die auf der Website oder sonstwo nicht zu haben sind.

Wer sich jetzt einträgt, bekommt als Dankeschön unsere brandneue Aufnahme „Hände hoch!“ von der kommenden EP als freien Download geschenkt. Also nix wie los!

Es empfiehlt sich übrigens, beim Anmelden zusätzlich die Postleitzahl anzugeben, dann können wir Euch gezielt informieren, falls in eurer Gegend Angelika-Aktionen am Start sind.

Anmerkung:
Wer dies hier als Email liest, hat nur den Newsfeed unserer Webseite abboniert, aber nicht unser Newsletter. Bitte nicht verwechseln!

Endlich: Wir sind Comicfiguren

comicVon diesem Augenblick haben wir lange geträumt: endlich sind wir nicht nur eine ganz normale Beatgruppe aus der Realität, sondern ab sofort auch waschechte, zweidimensionale, von Hand gezeichnete Bewohner des Comicuniversums.

Zu verdanken haben wir dies der Zeichnerin Sarah Burrini, in deren Online-Strip „Das Leben ist kein Ponyhof“ wir heute ein Benefizkonzert zur Befreiung eines sprechenden und twitternden Elefanten aus dem Kölner Zoo geben. Ein heeres Ziel wie wir finden!

Besonders freuen wir uns über die detailgetreue Wiedergabe unserer realen Bühnenoutfits (wenn auch Dani ihren Bass normalerweise lieber rechts trägt).

Mal sehen, hmm, grübel… – vielleicht wird aus dem Comickonzert ja bald Realität…?