Tante Angelika ist bald unterwegs, meine Damen und Herren, um eure Hände in die Höhe schnellen, eure Glieder zucken und euer Gemüt sich frühlingshaft aufhellen zu lassen, nach monatelanger, harter Zeit FDP-mässigen, winterlichen Abfucks.
Unsere kleines, brachiales Kölner Beatkombinat hat also die Ehre, in den kommenden Wochen die Intensität des Augenblicks in neue Höhen zu Schrauben, und zwar Hand in Hand mit 2 vorzüglichen Rockgruppen aus anderen Deutschlands: Nachlader aus Berlin, Phonoboy aus München.
Präsentiert wird unsere gemeinsame Tour von Grolsch-WG und der Intro.
Nachladers pointenreichen Elektrorock kennen viele noch von ihrem ohrwurmigen MTV-Slacker-Hit “Arbeitsgeld”. Die Kollegen starten gerade erneut tüchtig durch und veröffentlichen zeitnah ein neues Album auf dem hauseigenem BoingBoing Label. Die aktuelle Single “Soll/Haben” hier als YouTube-Filmchen.
Phonoboy sind frankophile Wave-Pop Bajuvaren mit durchgeknallter Bühnenshow und Clockwork-Orange-hafter Optik. Sehr besonders, sehr energetisch und sehr tanzbar! Ihr neues Album steht ebenfalls kurz vor Veröffentlichung. Hier ein fescher Clip der feschen Band.
Am 22. Mai erscheint bei Zickzack/What’s So Funny About das Debutalbum “Kalt” der Leipziger Sängerin und Gitarristin Safi und ihrer Band. Tante Angelika gelangte in den Besitz eines Vorabexemplares und ist exemplarisch begeistert. Seit Jahren hat es in der deutschsprachigen Musikszene kaum einen derartigen Kraftschlag gegeben, im direkten Vergleich rücken viele andere redliche Bemühungen nun Richtung Konfektionsware und Routinepop. Das hier ist nicht von Jedergirl für Jedermann, das ist keine Zuckerwatte und kein Haribo.
Safi hat unfassbarer Weise die Stirn und die Stimmbänder, mehr Nina Hagen sein zu wollen und auch tatsächlich sein zu können als Hagen herself, young und old. Ausgerechnet hier plündern zu wollen und dabei auch noch Gold zu fördern: Hut ab! Ihre 2 Komplizen co-brandschatzen derweil jenen tiefergelegten Melvins-Grunge vergangener Tage, für den es in unserer normierten Indiewelt der BlocPartys und MaximoParks wieder mehr Platz geben sollte. Diese dunkle, zähflüssige Suppe geht runter wie siedendes Öl; die brockigen, in sich verhakten Beschwerde- und Selbstbehauptungs-Texte sorgen für eine verlangsamte Intensiv-Absorbtion. Zur Unsterblichkeit fehlen zwar noch die unsterblichen Refrain-Melodien, die kommen dann eben beim zweiten Album.
Ab sofort gibt es in unregelmäßigen Abständen die Rubrik “Angelika empfiehlt” mit Hinweisen auf geschätzte Kollegen aus dem Showgeschäft und deren unterstützenswerte musikalische Aktivitäten.
Kommando Elefant
Diese höchst sympathischen Romantiker haben uns neulich in ihrer Heimatstadt Wien supportet. Wer weiss: Wenn die ihr Ding konsequent durchziehen, müssen wir die demnächst supporten. Ihre beherzte Mischung aus verquerem Schlagerpop, Indie-Gestus und jungklugen Texten birgt auf jeden Fall einiges an Potential. Zum Beweis hier ihr “Rocksong” als mp3.
Schmackes und Pinscher
2 krasse Jungs aus Köln, die sich mit Leib und Seele dem Diskopunk verschrieben haben. Sie vereinen smarte Geschmeidigkeit mit unberechenbarem Wahnsinn. Tolle Stimme, übrigens! Angelikas Lieblingslied: “Fuck the Vampires”.
Schmackes und Pinscher @ MyspaceNeuser
Henning Neuser hat seit letztem Jahr mit seiner hervorragenden Band einen flotten, neuen Kurs eingelegt. Sein ehedem gepflegter Deutschpop ist nach dem Weggang vom Majorlabel einer fordernden Zackigkeit gewichen, die ihm bestens zu Gesicht steht.
Vera: Wird die Tour auch fortgesetzt?? Bei meinem Glueck war ich am 26.2. krank und lag im Bett, und den ganzen Maerz ueber bin ich in Moskau. Kann also beim...
simeon: hi Leute also erstmal ich bin 15 jahre alt, wohne in berlin und spiele seit 5 jahren. stilrichtungen is indierock und nich so harter punkrock...