Am 26.11. kommt „Die dunkle Seite der Macht“

Seit Monaten wurde im Hause Angelika weitgehend auf Schlaf und andere Freizeitaktivitäten verzichtet (das ist wörtlich zu nehmen!), denn dieses Album musste in die Welt gebracht werden. Nun ist der Brocken fast fertig, muss auch, denn am 26.11. ist ja schon das offizielle Erscheinungsdatum!

Wir präsentieren Euch hiermit 3 Ausschnitte zum Aufwärmen: „Wo ist Herr Schlimm“, „CDU und Du“ sowie „Kristin“.
Wie ist Euer erster Eindruck, Leute?

So, für heute genug geplaudert. Das Booklet muss schließlich noch gestaltet werden, und, und, und. Wer in Sachen Album auf dem Laufenden bleiben will und noch nicht in unserer Mailingliste ist, sollte sich nun eintragen.

Neulich in der TAZ…


…wurde in der Rubrik Sonntagsstreit ein Text von mir zum Thema „Braucht Kultur Industrie?“ veröffentlicht. Da der Name Angelika Express seit jeher für aufrechtes Querulantentum steht, habe ich selbstverständlich mit „Nein“ votiert. Leider gibt es den Text nicht in kompletter Form online, darum erlaube ich mir, ihn hiermit der Allgemeinheit zugänglich zu machen (Siehe unten).

Ach ja: Die „Financial Times Deuschland“ bezieht sich in einem „Selbst ist die Band“ titelnden Artikel recht ausführlich auf Angelika Express. Der sauber recherchierende Journalist hatte mich übrigens telefonisch stundenlang nach Informationen zu dem Thema ausgequetscht, ich war hinterher ganz heiser. Respekt, ich liebe gründliche Arbeit!

Hier also der TAZ-Text:

Der Moloch Musikindustrie hat sich durch Trägheit selbst in die Knie gezwungen, was den alten Punk in mir in Entzücken versetzt. Die Aufmerksamkeitsmaschinen der Unterhaltungsindustrie laufen immer öfter ins Leere, wunderbar. Teile des Publikums emanzipieren sich von den Filtersystemen des Mainstream und tasten ständig immer vielfältigere Nischen auf geilen Input ab. Die Musikkonserve als Massenprodukt ist entwertet, Karten werden neu gemischt, unabhängig arbeitende Künstler haben plötzlich fette Asse im Ärmel. Wer subkulturell agieren will, kann sein Publikum nun unmittelbarer erreichen, ohne den inhaltlichen und ökonomischen Schwund, den die Bürokratie alter Label-Hierarchien gerne verursacht. Macht bloß viel Arbeit: Weil es kinderleicht geworden ist, aus den Schlafzimmern heraus Selbstproduziertes in alle Welt zu funken, wird das Erregen von Aufmerksamkeit immer kritischer. Wer Musik als Profession begreift, muss sich also erstmal aus einer unfassbar anschwellenden Sintflut von Mittelmäßigkeit hervorheben, um seine Relevanz unter Beweis stellen zu können. Jenen, die den Spagat zwischen erstklassiger Kreation und virtuoser Selbstvermarktung am besten hinkriegen, stehen die Tore offen. Bewohner des Elfenbeinturms sehen jedoch harten Zeiten entgegen, da bald niemand mehr da ist um ihnen zu helfen. Allerdings waren die Zeiten schon immer verdammt hart, was das angeht.