Lied 005: Lass uns tanzen


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Es ist von Zeit zur Zeit wichtig mal die Hosen fallen zu lassen und bei schwacher Beleuchtung und ein paar ausgesuchten Gitarrenakkorden melancholische Gefühle ironiefrei zum Ausdruck zu bringen.

Besonders eindrücklich gelingt dies oft im Gedenken an vergangene Amouren, insbesondere dem Augenblick wo sich alles dem Ende zu neigt und man zu zweit als letzte Amtshandlung einer scheidenden Liaison erkennen muss wie unausweichlich das Unausweichliche ist.

Solche zeitlupenhaften Momente sollten nicht durch Geplärre von Bass und Schlagzeug gestört werden, darum wurden diese Instrumente bei der Aufnahme von „Lass uns tanzen“ auch kurzerhand weggelassen.

Lass uns tanzen

In unserer Diskothek / spielt jetzt dieser alte Beat / Den wir so lange kennen / wie es uns als Partner gibt

Wenn wir uns beide jetzt / im Gegenlicht umeinander drehn / wissen wir wie es ist / sich manchmal wortlos zu verstehn

Lass uns tanzen / so lange es noch geht / Lass uns tanzen /es ist zwar zu spät / Denk nicht daran / komm und lass uns tanzen

Es ist so dunkel / ich kann deine Augen nicht mehr sehn / und ich weiss / das wir uns bald nicht mehr verstehn

Was wird aus uns werden / wenn wir später unsrer Wege gehn? / Wer werden die andern sein / um die wir uns dann drehn?

Lied 003: „Jahre später“ / Lied 004: „Dich gibts nicht“


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Ladies und Gents, diese Woche gibt es ganze zwei neue Angelika Lieder.

„Jahre später“
habe ich ursprünglich 2004 als Song für Angelika Express 1.0 geschrieben. Nachdem sich die Band dann in der Konstellation verdünnisiert hatte, gab die Nummer in elektronischem Gewand ein kurzes Intermezzo im Set von Planetakis und ist nun wieder bei Angelika angelangt.

Zum Inhalt: Hin und wieder wieder beobachte ich amouröse Konstellationen bei denen sich das Opfer von einem abgebrühten Lover emotional wie materiell hemmungslos ausbeuten lässt.

Diese fatale Bindung geht mitunter sogar nach dem unrühmlichen Beziehungsende weiter. Jemand wird also wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen, unterwirft sich jedoch weiterhin willig der Knute des parasitären Halunken! So geht es ja nun nicht, meine Damen und Herren!

„Dich gibt’s nicht“ habe ich letztes Wochenende geschrieben und aufgenommen. Der Text beruht auf einer Tresendiskussion die ich neulich führte. Mein Gegenüber erklärte mir kategorisch dass bei der Partnerwahl für sie keine halben Sachen in Frage kommen würden. Der potentielle Geliebte muss einem absoluten Idealbild entsprechen, keine Kompromisse.

Ich war schwer beeindruckt denn diese Haltung scheint mir hoffnungslos zum Scheitern verurteilt. Dramatisch was man da alles verpasst! Zugegebener Weise existiert auch in meinem Kopf die verlockende Vorstellung einer superduper Traumpartnerin. Zum Glück habe ich mir bereits vor langer Zeit gedacht: Dich gibt’s nicht!

Addendum: Es erreichte mich folgende Email von Johann Giertz der von einer alternativen Lesart überzeugt ist.

es geht um um „dich gib’s nich“. meiner meinung eines der besten lieder von AE. Bevor ich die idee des songs gehört habe bzw wie sie entstanden ist habe ich mir das lied angehört. und ich muss sagen wenn man das anders interpretiert is das viel geiler:

Ein typ ist jahrelang auf der suche nach seiner traumfrau und er findet sie auch! er ist unsterblich verliebt. sie haben ne schöne zeit aber dann verlässt sie ihn. da er sie nicht vergessen kann, weil sie seine traumfrau ist, tut er so als würde es diese person gar nicht geben! er löscht alle erinnerungen, denn nur so kann er es verkraften!

Jahre später

So schlimm wie er kann es gar nicht kommen / Benutzt und schlecht benommen / kommt er wann er will
Kein Pardon Schwüre ohne Blumen / Er lässt sie alle bluten / Zur Hölle mit dem Schuft

Jahre später / Jahre später / Jahre später / Geht sie mit dem Typ noch mal ins Bett

Das war die Nacht / Während er im Schlafe lacht / Wird sie weinen bis um Acht / Er macht sie noch verrückt
Sie ist entzückt / und wartet auf das Glück / Er kommt zu ihr zurück / zu seinem Fußabtreter

Wer soll das verstehen? / Kannst du das verstehen? / Wer soll das verstehen?

Dich gibt’s nicht

Ich hab ein Leben lang nach dir gesucht / Ich hab die Tage ohne dich verflucht / Ich hab Gefühle die du gar nicht kennst / Denn du bist schliesslich ja nur ein Gespenst

Trotzdem denk ich an dich jeden Tag / Es gibt so vieles was ich an dir mag / Es ist ja wohl das Letzte / Es ist das Allerletzte / Ich komm nie mehr von dir los

Nicht auf Polaroid / nicht auf Super 8 / auch nicht nicht auf DVD / Dich gibt’s nicht / Nicht im Internet / und auch nicht auf CD / Es tut so furchtbar weh / Dich gibt’s nicht / Nein dich gibt es nicht

Mittlerweile habe ich entdeckt / Du bist mir eigentlich viel zu perfekt / Ich habe immer nur von dir geträumt / und deswegen schon so manche Chance versäumt

Mittlerweile habe ich entdeckt / Du bist mir eigentlich viel zu suspekt / Es ist ja wohl das Letzte / Es ist das Allerletzte / Ich komm nie mehr von dir los

Lied 002: „Lottogewinn“


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Ich weiss ja nicht wie eure Einstellung zum Gl�cksspiel ist. Also bei mir ist es so, dass ich einmal im Jahr einen Lottoschein ausf�lle und dann immer tierisch sauer bin wenn ich dank 1 zu einer Billiarde Chancenquote nix gewinne. Ich plane n�mlich leichtsinnigerweise bereits kurz nach Ausf�llen des Scheins haarklein was ich alles mit der Kohle machen werde.

Wenn die zuckende Seifenblase haltloser materieller Versprechungen dann platzt bin ich selbstverst�ndlich untr�stlich. Angesichts der regelm��igen Schieflage des Dispositionskredites der ein semiprek�res Musikerdasein erm�glicht h�tte die Lottofee gerne mal gn�dig sein k�nnen.

Auch der verzweifelte Versuch mit einer Handvoll Rubbel-Loosen das Steuer herumzureissen ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Dinger k�nnen gar nix und sind obendrein in abgerubbeltem Zustand sehr h�sslich anzusehen.

Wie dem auch sei, geneigter H�rer: ich hoffe die Tragik des Lebens spiegelt sich in der verbeulten Oberfl�che dieses recht schepprigen Songs.

Lottogewinn

So geht dein Leben Zug um Zug / So zieht alles wie im Flug an dir vorbei / In Zukunft bist du wohl nicht mehr dabei / Stehst am Flipperautomat / Und du dr�ckst noch mal auf Start / Dann geht’s los / Bei Spielern ist die Sehnsucht ziemlich gro�

Hast du ein Ziel dann kannst du zielen / Wenn du was hast kannstes verspielen / Wie viele Millionen nur im Sinn

Lottogewinn / Alles ist drin f�r Gewinner / Die gibt es immer wieder / Lottogewinn / Eigentlich nur was f�r Spinner / Die h�ren nie zu spielen auf

Du arbeitest schon viel zu lang / So kann man sich doch nicht entspannen oder was / Bei 6 aus 49 minus Spa� / Du stehst am Liebesautomat / Du bist verliebt auf eine Art / Dann geht’s los / Bei Verlierern ist die Sehnsucht n�mlich gro�

Hast du ein Ziel dann kannst du zielen / Wenn du was hast kannstes verspielen / Du hast gar nix andres mehr im Sinn

Bild 001

Heute Nachmittag habe ich ein Photoshooting verpasst bekommen und zwar von niemand geringerem als meiner Planetakis Bandkollegin Jenny. (Sie kann also nicht nur 1a singen, auch das Fotografieren gehört zu ihren Talenten.) Ort des Geschehens: Köln-Deutz, Parkplatz nähe Gebäude 9. Ich habe dort kurzfristig mentale Superkräfte entwickelt und konnte mich mehrere Minuten in dieser Pose in der Luft halten.

Angelika Express aktuelles Pressefoto

(Wer das Bild in echt hoher Auflösung braucht kann es hier herunterladen.)

Lied 001: „Was wollt ihr alle?“


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So, hier nun also das erste neue Angelika Lied seit 2004. Links seht ihr einen Player, da könnt ihr den Song anhören und runterladen.

Und worum geht’s? Ein Lied über die Begegnung von abgefuckter Laune und unbändigem Feierzwang, wenn die giftigen Neonfarben der NuRave Kids sich in grelles Grau verwandeln.

Kommt bei mir selbst zum Glück nicht so oft vor, beobachte ich jedoch des öfteren bei diversen Nachteulen mit Quartalsdepression. Nach dem Motto:
„Man könnte ja einfach zu Hause bleiben und Elliott Smith hören… Aber so kann man sich wenigstens über den verdammten Dj aufregen und die ganzen Nightlive-Spinner mit ihrer ekelhaft guten Laune.“

Einige Leute denen ich den Song vorspielte haben übrigens angemerkt daß er sie etwas an meine andere Band erinnern würde. Kann ich zumindest musikalisch schwer nachvollziehen. Andererseits haben diese Leute vielleicht inhaltlich recht, denn die Lieder von Planetakis handeln ja auch oft vom Leben in der Disco. Da habe ich anscheinend mein Thema gefunden – dabei gehe ich laut meiner persönlichen Statistik öfter in Bars als in Diskotheken.

Was wollt ihr alle?

Die Jahre sind zu kurz / Die Hose ist zu kurz / Das Bier hat keinen Zitsch / Die Musik ist Kitsch / Du brauchst nicht so zu schrein / Ich versteh kein Wort / Am Bahnhof gibt’s die letzte Pizza im Ort

Schlagwortopfer grün und blau / Tatort Party grell und grau / TV People ganz privat / Die paar Jahre zahlt der Staat

Was was was / Was wollt Ihr alle? / Was was was / Was wollt Ihr alle?

Was wollt Ihr alle aufm Dancefloor? / Was wollt Ihr alle in der Discothek heut nacht? / Was wollt Ihr alle aufm Dancefloor? / Wo ist der DJ? / Wo ist der DJ hin?

Ich sitze in der U-Bahn / und ärgere mich grün / Keine Chips keine Schokolade / Unten in der Nacht / Draußen vor dem Fenster / Mach mal Halt / Ich springe aus dem Fenster

Ich springe aus dem Anzug / Wer steht da auf der Leiter? / Ansteher Türsteher / stehen auf der Leitung / Herr Nachbar Herr Nachbar / Wer steht da auf der Leiter? / Da steh ich nich drauf / So geht das nicht weiter

Angelika ist wieder da

Sehr verehrte Damen und Herren!

Nach mehrjähriger Pause ist es nun wieder soweit: Angelika Express ist erneut am Start.

Diesmal jedoch unter etwas anderen Vorzeichen. Nachdem meine beiden ehemaligen Bandkollegen Jens und Alex 2005 eigene Wege gingen und ich selbst mich hauptsächlich mit Elektronischer Popmusik beschäftigt habe hat mich um den Jahreswechsel wieder dieses spezielle, dringliche Mitteilungbedürnis erfasst welches als einzige mögliche Ausdrucksform den Angelika-Style zulässt.

Folgender Plan tauchte dann vor meinen Augen auf:

1. Erstmal auf eigene Faust meine neuen Angelika Lieder einpielen und produzieren
2. Auf die althergebrachte Routine von Plattenvertrag, Albumrelease und Promokarussell scheissen
3. Statt dessen in wöchentlichem Rythmus neue Songs zum freien Download ins Netz stellen
4. Nach einiger Zeit eine Liveband aufstellen und auf Tour gehen

Das ist also der Plan – und der wird ab sofort umgesetzt!

Cheers,

Robert Drakogiannakis.